Catom und OK Marine führen Carbon Insetting für die Binnenschifffahrt ein
CO2-Reduzierung ist das Gebot der Stunde und bringt Herausforderungen für Spediteure und ihr Kraftstoffmanagement mit sich. Zum Beispiel, wenn die erzieltenCO2-Einsparungen nachweisbar sein müssen. Oder wenn nur ein Teil der Endkunden bereit ist, in erneuerbaren Diesel zu investieren, auch wenn es sich um ein und denselben Transport handelt. Um die Binnenschifffahrt dabei zu unterstützen und eine individuelle Anpassung zu ermöglichen, führen Catom und die Tochterunternehmen OK Marine und OK Slurink in Zusammenarbeit mit 123Carbon das Online-Tool Carbon Insetting ein.

CO2-Ausgleich: vom Carbon Offsetting zum Carbon Insetting
Die Kompensation vonCO2 ist nicht neu und meist in Form von Investitionen in grüneCO2-reduzierende Projekte bekannt, bei denen dieseCO2-Einsparung mit dem an anderer Stelle tatsächlich emittiertenCO2 verrechnet werden kann. Dies wird als Carbon Offsetting bezeichnet. Beim Carbon Insetting hingegen geht es um die tatsächliche Reduzierung vonCO2 innerhalb der Kette, wobei wir unterscheiden zwischen die Verkehrsträger Straßenverkehr, Binnenschifffahrt, Schifffahrt und Luftfahrt. Hier wirddie CO2-Reduzierung durch die Verwendung eines Biokraftstoffs wie HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) erreicht.
Carbon Insetting für die Binnenschifffahrt
Carbon Insetting bietet Spediteuren einen großen Vorteil, wenn sie mehrere Endkunden mit einem Transport bedienen. Etwas, das in der Binnenschifffahrt in hohem Maße vorkommt. Sjoerd Slurink, Commercial Manager OK Slurink: “Immer mehr Kunden in der Binnenschifffahrt wollen von Gasöl auf unser HVO100, unser Neste MY Renewable Diesel, umsteigen. Dies ist ab sofort möglich, ohne dass technische Änderungen an den Motoren erforderlich sind. Allerdings kann der Mehrpreis für erneuerbaren Diesel als hinderlich empfunden werden. Vor allem, wenn nicht alle ihre Endkunden bereit sind, in nachhaltigen Transport zu investieren.”
“Mit unserer Carbon Insetting-Lösung ermöglichen wir der Binnenschifffahrt eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Nachhaltigkeit, auch wenn es sich um denselben Transport handelt”, so Slurink weiter. “Wir tun dies, indem wir den Endkunden in der Kette mit dem ursprünglichen Treibstoffkauf verbinden. Das bedeutet, dass die Spediteure nur in nachhaltige Kraftstoffe für Endkunden investieren müssen, die tatsächlich bereit sind, einen Premiumpreis dafür zu zahlen.”
So funktioniert es
Joost de Bruin, Analyst für Biokraftstoffe bei Catom: ”Unsere Carbon Insetting Plattform ermöglicht es, die mit HVO in der Binnenschifffahrt erzieltenCO2-Reduzierungen digital den Kunden zuzuordnen. Unser Kunde, der Spediteur, kann dieseCO2-Reduzierungen in seiner eigenen Online-Umgebung selbst verwalten und sie mit bestimmten Endkunden verknüpfen. Die online verfügbarenCO2-Reduzierungen stehen in direktem Zusammenhang mit der tatsächlich gelieferten HVO und werden auf der Grundlage der Blockchain-Technologie nachverfolgt und von Normec Verifavia unabhängig überprüft. Dies verhindert Doppelzählungen.”
Ermäßigungen werden heute oft auf dem Papier gewährt. Das ist ein großer Verwaltungsaufwand und basiert oft auf Durchschnittswerten und ist nicht verifiziert. Die Carbon Insetting-Lösung von Catom in Zusammenarbeit mit 123Carbon und dem Audit-Partner Normec Verifavia ändert dies.